Kinderfahrradanhänger
Veröffentlicht am März 8, 2017

Fahrradfreunde aufgepasst: Woran man einen guten Kinderfahrradanhänger erkennt

Familien Blog/ Kinder
Gastbeitrag

Jetzt, wo die Temperaturen langsam aber sicher steigen, freust vielleicht auch du dich schon auf den heiß ersehnten ersten Ausflug mit dem Fahrrad. Und wer genau hinsieht, dem fallen mittlerweile auch immer mehr Radfahrer mit Fahrradanhänger auf. Ja, Kinderfahrradanhänger liegen voll im Trend. Wenn auch du dir gerne einen praktischen Anhänger fürs Fahrrad zulegen möchtest, dann helfen dir vielleicht die folgenden Tipps.

 

Kinderfahrradanhänger: Qualität und Sicherheit haben Vorrang

Beim Preis eines guten Fahrradanhängers müssen viele Eltern erst mal schlucken. Solltest du dich bereits umgesehen haben, dann weißt du, dass ein Modell aus der Mittelklasse kaum unter 500 Euro zu haben ist. Da ein Kinderfahrradanhänger aber keine kurzfristige, sondern vielmehr eine längerfristige Investition ist, lohnt es sich, wenn du zunächst etwas tiefer in die Tasche greifst und auf Qualität setzt. Woran du einen hochwertigen Anhänger erkennst? Das verraten wir dir jetzt:

 

  • Hersteller: Renommierte Marken wie Thule und Croozer bieten Top-Qualität und gewährleisten maximale Sicherheit. Von Billig-Anbietern solltest du lieber die Finger lassen!
  • Kosten: Ein hochwertiges Produkt kostet gut und gerne 700 Euro und mehr. Der Vorteil, wenn du dir ein Modell einer bekannten Marke holst: Du kannst ihn später, ähnlich wie bei einem iPhone, zu einem guten Preis weiterverkaufen!
  • Sicherheit: Ein gutes Modell verfügt über Seitenaufprall- und Überrollschutz, sowie einen angenehm gepolsterten 5-Punkte-Sicherheitsgurt. Tipp: Ein tiefer Schwerpunkt und ein negativer Radsturz beugen möglichem Kippen vor! Sichtbare Rückstrahler sorgen zudem für Sicherheit in der Dämmerung!
  • Federung: Die Spreu vom Weizen trennt sich bei der verbauten Federung. Ohne eine gute Federung rüttelt es die Kinder richtig durch und der Ausflug wird schnell zum Reinfall. Lässt sich die Federung noch dazu individuell justieren, ist es umso besser.
  • Schadstofffreie Materialien: Achte vor dem Kauf auf Produktrezensionen und vor allen Dingen, ob der Anhänger entweder über das Toxproof Siegel und/oder ein Stiftung Warentest Testurteil verfügt!
  • Eigengewicht: Ist der Anhänger (Einsitzer) schwerer als 15kg? Dann schau dich lieber nach einem leichteren Gerät um. Bei längeren Fahrten brauchst du sonst kräftige Schenkel!
  • Komfort: Hat dein Kind im Anhänger eine gute Sicht nach Außen? Ist der Anhänger vor UV-Strahlen geschützt? Wie sieht es mit einem Insektengitter und Belüftung des Innenraums aus? Und ist der Anhänger wasserfest? All diese Fragen sind wichtig für den Wohlfühlfaktor deines Passagiers!
  • Platzverhältnisse: Bietet das Modell ausreichend Platz für dein Kind und hat es genügend Stauraum?
  • Faltbarkeit: Lässt sich der Fahrradanhänger nicht falten? Dann lass lieber die Finger davon, denn sonst bringst du ihn weder im Auto unter noch hast du im Winter Platz im Keller.

 

Wie du siehst gilt es beim Kauf auf mehr Details zu achten als du wahrscheinlich zunächst gedacht hättest. Tätigst du hier einen Fehlkauf, ist das am Ende nicht nur kostspielig, sondern auch wirklich ärgerlich!

 

Tut’s eigentlich nicht auch ein Fahrradsitz?

Kinderfahrradanhänger

 

Viele Eltern schwören auf den klassischen Fahrradsitz fürs Kind. Das ist auch völlig o.k. Trotzdem bieten Fahrradanhänger einige Vorteile, die nicht von der Hand zu weisen sind:

 

  • Das Wichtigste: Ein Fahrradanhänger ist im Vergleich sicherer! Dein Kind ist besser geschützt und hat eine „gewisse Knautschzone“.
  • Der Wohlfühlfaktor ist im Anhänger viel größer. Dein Kind kann darin gemütlich schlafen oder sogar mit dem Lieblings-Teddy spielen.
  • Auch für Eltern ist die Fahrt angenehmer. Ein hin und her Wippen wie beim Fahrradsitz ist im Anhänger kaum spürbar.
  • Der Stauram ist extrem praktisch. Nicht nur bei Fahrradausflügen, sondern auch für den täglichen Einkauf!
  • Im Gegensatz zum Fahrradsitz bieten Zweisitzer sogar zwei Kindern eine angenehme Mitfahrgelegenheit.
  • Sogar Babys können mitfahren. Mit einer Babyschale oder einer sogenannten Hängematte für den Fahrradanhänger ist das absolut kein Problem!

 

Unterm Strich sprechen schon sehr viele Punkte für einen Kinderfahrradanhänger. Doch wo es Vorteile gibt, da gibt es meist auch Nachteile. Und genau die schauen wir uns jetzt an:

 

  • Die Erstmontage ist wesentlich aufwändiger als beim Fahrradsitz. Außerdem muss der Anhänger immer wieder an- und abgehängt werden.
  • Der Anhänger hat einen so hohen Wert, dass er gerne gestohlen wird. Er muss also stets ordentlich gesichert werden.
  • Generell ist ein Fahrradanhänger sperriger und braucht mehr Platz. Nicht nur in der Garage oder im Auto, sondern auch auf der Straße. Auf dem Fahrradstreifen kann es schon mal knapp werden.
  • Der Preis ist ein Vielfaches. Kindersitze kosten maximal ein Viertel eines guten Fahrradanhängers.

 

Am Ende des Tages ist es deine Entscheidung, wofür du dich entscheidest. Es kommt also immer auf deine individuellen Bedürfnisse an. Bist du häufig mit dem Fahrrad unterwegs, möchtest lange Strecken zurücklegen oder planst sogar Fahrradurlaube? Dann ist ein Kinderfahrradanhänger die richtige Lösung für dich.

 

Bist du eher auf kurzen Strecken und nur ab und zu unterwegs? Dann reicht auch ein Kindersitz. Für seltene, kurze Fahrten ist eine Top-Federung auch nicht wirklich nötig und es tut auch ein weniger teures Modell!

 

Fazit:

Der Frühling ist in großen Schritten im Anmarsch und immer mehr Familien treibt es bereits auf die Radwege, um einen Ausflug mit den Liebsten zu unternehmen. Wenn es auch dir so geht und du mit dem Gedanken spielst einen Fahrradanhänger für dein Kind zu kaufen, dann solltest du die erwähnten Qualitätskriterien beim Kauf verinnerlichen. Dann steht dem gemeinsamen Familienausflug auch wirklich nichts mehr im Wege!

 

 

Autor: Gerald Bacher

Gerald Bacher informiert interessierte Besucher auf seinem Ratgeber für Fahrradanhänger Zweiradkraft.com sehr ausführlich über die verschiedenen Arten von Fahrradanhängern. Er ist selbst begeisterter Radfahrer und verbringt seine Freizeit am liebsten in den Bergen Tirols.

Facebook: https://www.facebook.com/zweiradkraft

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