verletzte gefühle von kinder
Veröffentlicht am Juni 22, 2017

Wenn die Gefühle meines Kindes verletzt werden

Familien Blog/ Kinder

Ich bin sauer. Ich bin enttäuscht. Ich bin traurig. In erster Linie wirklich sehr traurig. Das Leben mit seinen Tücken kann aber auch gemein sein.
Menschen sind gemein. Sie können furchtbar gemein sein. Menschen könnten unterschiedlicher nicht sein.

Jeder ist ein Individuum. Jeder hat das Recht auf eine Meinung. Aber auch wirklich jeder hat das Recht zu der eigenen Meinung.
Ich habe auch eine Meinung. Nur bin ich sehr empathisch gegenüber meinen Mitmenschen.

Dass, was ich denke, spreche ich niemals so aus, dass es weh tut. Ich tue niemandem weh. Ich möchte das nicht. Es ist mein Grundsatz!

Aber kommt man mit Empathie weiter? Ganz und gar nicht. Nicht in dieser furchtbaren Welt, wo jeder denkt, er hat das Recht jeden Mensch schlecht zu reden. Jemanden bloß zu stellen, der sich nicht wehren kann…

Kinder bloß zu stellen ist das Allerletzte. Die kleinen Wesen, die sich einfach nicht wehren können, weh zu tun ist einfach. Sind Menschen gleichaltrig, sieht die Lage ganz anders aus. Dann beweist man Respekt.

Kindern gegenüber Respekt zeigen? Natürlich, es lohnt sich. Nur schnallt das nicht jeder.

Kinder erziehen? Natürlich. Dann bitte aber positiv und negativ. Und nicht nur alles negativ. Wie fühlen sich Kinder, wenn man sie ständig bloßstellt?

 

Du sabberst ja immer noch. Du bist doch schon ein großes Mädchen, musst du doch nicht ständig sabbern. Reiß dich mal zusammen. Hol dir ein Taschentuch.

Was hast du nur gelernt. Wo hat man dich nur aufgetrieben? Wahrscheinlich bei Mansie (Amy weiß nicht, dass es eine Mülldeponie ist. ICH WEISS ES!). Es waren noch einige schlimme Dinge, die ich allerdings verdrängt habe, und mir jetzt nicht einfallen.

 

Mir wird erzählt, dass Amy einige Dinge macht, die so wundersam sind. Oma ständig hinterherrennen. Oma umarmen ab und zu. Nicht mit Opa sprechen.
Es heißt, wir hätten sie zu sehr verwöhnt.

 

Denn es ging eindeutig um das Thema:

WIESO SPRICHT AMY NICHT MIT MIR? (Sie spricht nicht mit Opa, ignoriert ihn. Oder sagen wir es so, sie erzählt ihm nichts)

 

Das ist meine Meinung zu diesem Thema:

Der liebe Opa sagt, dass es daran liegt, dass wir Amy so sehr verwöhnen. Und Opa meint, er spielt dann immer den Bösen und würde sie dann richtig erziehen. Und ist in ihren Augen der Böse!

DASS ICH NICHT LACHE!

Meine Meinung ist hier nicht irrelevant. Sie redet nicht mit Opa, weil sie bloßgestellt wird. Er redet mit ihr, als sei sie ein kleines Dummerchen. Ist doch wohl klar, dass sie ihn gänzlich ignoriert. Was soll sie zu ihm auch sagen, wenn er immer ein Thema anschlägt, wo Amy bloßgestellt wird?

Soll sie sagen: “Du hast Recht, Opa”? Ich finde, sie schützt sich, indem sie ihm keine Angriffsfläche bietet. Sie versucht das Thema zu verdrängen. Wenn sie also mal über ein bestimmtes Thema lacht, dann darf sie das. Sie soll sich nicht herabsetzen.

Ich bin traurig. Und werde immer traurig bleiben. Amy mit ihren 5 Jahren ist so gut entwickelt. Da kommt der Opa und macht ihr Selbstbewusstsein kaputt. Bricht ihre Seele, erzählt ihr indirekt, dass sie nichts wert ist. Sie kann so viel, aber das negative wird immer gekocht und serviert. Alles andere ist schließlich nebensächlich. Anderen Fehler aufzuzeigen, dass ist das Allerwichtigste. Selbst macht man überhaupt keine Fehler.

SCHRECKLICH!

Dabei ist Amy ein sehr herzlicher Mensch. Sie verabschiedet jeden Tag im Kindergarten die zwei Erzieher mit einer Umarmung.

ES IST KEIN MUSS. ES IST IHRE ENTSCHEIDUNG.

Ich platze bald. Nur finde ich nicht, dass ich dem lieben HERRN Schwiegervati PAROLI bieten kann. Denn dann verletze ich ihn. Ich könnte ihn so sehr verletzen und meine Meinung sagen, aber wie gesagt, es bringt eh nichts und ich möchte niemandem weh tun. Ich bin dazu nicht fähig.

 

In dieser kranken Welt, in der wir leben wird den Menschen so oft wehgetan. Aber wieso tut man den Kindern weh? Wieso?

 

Immer wenn ich Amy nach der Arbeit bei den Großeltern abhole (nicht jeden Tag) möchte sie am liebsten Opa völlig ignorieren, und am besten nicht Tschüss sagen. Sie ist froh, wenn sie endlich ins Auto steigen kann. Weg von dieser kranken Welt, die ja so wahnsinnig richtig sein soll.

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