Unsere Tochter 5 Jahre backt alleine Muffins ohne Hilfe
Veröffentlicht am Juni 19, 2017

Was können Kinder alleine backen? Amy macht es vor!

Familien Blog

Backen mit Kindern

Wenn ich backe, Vorbereitungen für das Kochen treffe und koche, will Amy gerne helfen. Es ist für sie wichtig ihre Stärken zu kennen und sich an Kleinigkeiten zu erfreuen. Diese Chancen will ich ihr nicht kaputt machen, und gebe mir alle Mühe sie zu einem selbstbestimmten und selbstbewussten Menschen zu formen. Ich will ihr nicht reingrätschen in ihre Entscheidungen. Obwohl es Situationen gibt, die sie nun mal nicht alleine entscheiden darf. Das zeigt immer die Zeit. Je älter sie wird, umso mehr wird sie sie “Selbst” sein.

Wenn ich koche, darf sie Gemüse oder Wurst schneiden. Sie kann genauso gut versuchen, Kartoffeln zu schälen. Wobei ich sagen muss, dass ich ihr momentan einen Sparschäler für die Kartoffeln aushändige. Im Prinzip finde ich, kann ich nächstes Jahr die Probe aufs Exempel unternehmen, ihr ein Messer anzuvertrauen. Der Umgang mit Kindern erfordert sehr, sehr, sehr, und nochmals sehr viel Geduld. Wir lassen uns heutzutage viel zu schnell von der schnelllebigen Gesellschaft forttreiben. Mir ist es wichtig, dass, wenn sie “WILL” auch gerne helfen kann. Sie soll ein Gefühl dafür bekommen, dass sie gebraucht wird. Das es mir wichtig ist, dass sie mithilft. Dass sie Selbstvertrauen in jeglicher Hinsicht erfährt.

Unsere Tochter 5 Jahre backt alleine Muffins ohne Hilfe

Geduld ist das Zauberwort. Wer sagt, dass es einfach ist?

 

Amy backt Muffins

Amy ist 5 Jahre alt und kommt im nächsten Jahr zur Schule. Vor einigen Wochen kamen wir zurück vom Kindergarten.

 

Auf einmal fragte Amy:

 

Kann ich eine Schüssel nehmen?

Kannst du mir das Mehl herunterholen?

Kann ich die Eier herausnehmen?

Kann ich die Milch benutzen?

Gibst du mir den Zucker bitte herunter?

Ich nehme mir den Schneebesen selber!

 

Die Fragen hat sie einzeln gestellt. Bei der Schüssel dachte ich erst daran, dass sie damit Musik machen möchte. Bis sie fragte, ob ich ihr das Mehl herunterholen kann aus dem Schrank. Ab da wusste ich Bescheid. Ich hatte mir die Sauerei vorgestellt und trotzdem war ich guter Dinge. Amy einfach machen lassen.

Das Chaos kann man beseitigen. Ja, wirklich. Ich wollte sie nicht stoppen. Sie wollte einfach die Zutaten mischen, die sonst ich immer verwende bei Muffinteig und Kuchenteig. Die richtige Menge hat sie selbst entschieden. Ich war gar nicht in der Küche. Ich habe sie machen lassen. Wollte ihr nicht helfen, weil sie es selber kann. Bevor ich noch sage: “Mach es so, oder so”, halte ich mich lieber ganz zurück.

Als sie ihre Zutaten vermischt hat mit dem Schneebesen. Hat sie mir Bescheid gesagt und ich kam in die Küche gucken.

Okay, Küche sah noch sehr erträglich aus. Und als ich den fertig gemischten Teig in der Schüssel sah, dachte ich nur: “Das könnte tatsächlich was werden“. Die Menge schien zu passen, es war nicht zu viel Mehl und auch nicht zu flüssig. Es war genau richtig.

Ich war so verrückt und sagte zu Amy, dass wir sehr gerne den fertigen Teig in eine Kuchenform geben können und einfach mal schauen, was dabei rauskommt, wenn es im Backofen backt. Aber Amy hatte ihre eigenen Vorstellungen. Sie sagte, dass sie aber Muffins wollte.

Gut, Muffinformen aus dem Schrank geholt. Ich habe den Teig in die Formen gefüllt und den Backofen auf 180 Grad gestellt. Fertigen Teig mit den Formen in den Backofen. Und nach einiger Zeit, als die Muffins wirklich gut aussahen, und oh Wunder auch der Teig ist hochgegangen, ganz ohne Backpulver, habe ich die Muffins rausgeholt und wir haben gewartet bis sie abgekühlt sind.

 

Reden wir lieber nicht von Perfektion. Reden wir davon, dass unsere Kinder die Welt mit den Einflüssen noch genauer kennenlernen. Nicht alles kann sofort zu hundertprozentiger Sicherheit perfekt sein. Nur wer viel ausprobiert und auch SEIN darf, wie er ist, kann irgendwann perfekter werden. Im ganz eigenen Tempo.

Wir haben die Muffins von Amy gegessen, und sie haben geschmeckt. Vielleicht nicht genau so, wie sie schmecken sollen. Aber es war in jeder Hinsicht faaaast lecker. Übung macht den Meister.

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2 Kommentare

  • Antworten Tanjas Bunte Welt Juni 19, 2017 at 7:02 pm

    Das finde ich super und die sehen doch zum Anbeißen an. Da wird noch eine gute Köchin aus ihr. Gespür hat sie definitiv dafür, wie man liest
    Liebe Grüße

  • Antworten Bloggerbienchen Juni 19, 2017 at 8:02 pm

    Ich finde es wichtig, Kinder einzubeziehen und auch selbst etwas machen zu lassen.
    Und sie scheint ja richtig talentiert zu sein ^_^
    Ich finde es gut, dass du sie machen lässt.
    Das fördert Selbstvertrauen und ihre Fertigkeiten und Talente (in dem Fall das Backen).
    Liebe Grüße =^_^=

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